Wissenschaftsmüll

Mal wieder ein sehr interessanter Bericht des Deutschlandfunks. Man könnte ihn als ein Zeugnis irrationalier (ästhetischer?) Überzeugungsmechanismen innerhalb des wissenschaftsbetriebes betrachten.

"In der Zeit, in der ich für die Forschung des Unternehmens Amgen verantwortlich war, konnten wir bei 47 von 53 akademischen Studien die Ergebnisse nicht reproduzieren. Das Extrembeispiel war ein Forscher, mit dem ich einmal zusammen frühstückte. Es ging um eine Krebsstudie, die er in der Zeitschrift "Cancer Cell" veröffentlicht hatte und ich sagte ihm: Wir haben Ihr Experiment hundert Mal nachgemacht und nie Ihre Ergebnisse bekommen. Er antwortete: Oh ja, wir haben es auch ungefähr ein dutzend Mal versucht und dieses Ergebnis einmal erreicht, sonst nicht mehr. Aber wir haben dann beschlossen, genau dieses Ergebnis in unserem Paper zu präsentieren."

Deutschlandfunk